CalDigit TS4 vs OWC Thunderbolt Dock
CalDigit TS4 oder OWC 11-Port Thunderbolt Dock: Detaillierter Vergleich für DACH-Nutzer mit Dual-Monitor-Setup, NAS-Anbindung und Multi-Device-Workflow.
11 min Lesezeit
Der CalDigit TS4 und das OWC 11-Port Thunderbolt Dock sind seit Jahren die zwei meistgenannten TB4-Docks im Premium-Segment. Beide kosten deutlich mehr als Mainstream-Lösungen, bedienen sich aber unterschiedlicher Philosophien: der TS4 setzt auf maximale Port-Dichte und eigene Display-Ausgabe, das OWC-Dock auf kompakteres Design mit niedrigerem Einstiegspreis. Dieser Vergleich klärt, welches Dock für welches Setup die richtigere Wahl ist.
Auf einen Blick
| Merkmal | CalDigit TS4 | OWC 11-Port Thunderbolt Dock |
|---|---|---|
| Thunderbolt-Generation | Thunderbolt 4 (40 Gb/s) | Thunderbolt 4 (40 Gb/s) |
| Gesamtports | 18 | 11 |
| TB4-Downstream-Ports | 2× | 3× |
| USB-A | 5× USB-A 10 Gb/s | 3× USB-A 10 Gb/s + 1× USB-A 2.0 |
| USB-C (non-TB) | 3× USB-C 10 Gb/s | keiner |
| Nativer Display-Ausgang | 1× DisplayPort 1.4 | keiner (nur über TB4-Adapter) |
| Ethernet | 2,5 GbE | 1 GbE |
| SD-Kartenleser | SD 4.0 + microSD 4.0 (UHS-II) | SD (UHS-II) |
| Power Delivery (Host) | 98 W | 96 W |
| Netzteil | 230 W | 135 W |
| Preis DE (Mai 2026) | ab ca. 450 EUR | ab ca. 240 EUR |
| Verfügbarkeit DE | sofort (Amazon.de, Galaxus) | 2–4 Werktage (Alternate, Amazon.de) |
| Anbieter | Zum Anbieter Werbung | Zum Anbieter Werbung |
Kurzes Urteil: Wer 2,5 GbE für NAS-Anbindung, einen nativen DisplayPort und maximale Port-Dichte braucht, kommt am TS4 kaum vorbei. Wer mit 1 GbE auskommt und keinen nativen Display-Ausgang benötigt, bekommt das OWC-Dock für rund 210 EUR weniger.
Ports und Konnektivität im Detail
CalDigit TS4: Port-Dichte als Stärke
Der TS4 bietet 18 Anschlüsse : zwei TB4-Downstream-Ports (40 Gb/s, der dritte TB4-Port ist der Host-Anschluss zum Laptop), drei USB-C-Ports mit je 10 Gb/s (ohne TB), fünf USB-A-Ports mit 10 Gb/s, einen DisplayPort 1.4, zwei SD-Kartenleser (SD 4.0 und microSD 4.0 für UHS-II), 2,5-GbE-Ethernet sowie drei Audio-Buchsen. Diese Kombination aus TB4-Downstream und zusätzlichen USB-C-Ports ohne Thunderbolt ist für gemischte Device-Setups (externe SSD, USB-C-Hub, Webcam) besonders nützlich.
OWC 11-Port Thunderbolt Dock: TB4-Downstream, weniger alles andere
Das OWCTB4DOCK kommt auf 11 Ports : drei TB4-Downstream-Ports, drei USB-A-Ports mit je 10 Gb/s, einen USB-2.0-Port (vorne, für langsame Peripherie), Gigabit-Ethernet, einen SD-Kartenleser und eine 3,5-mm-Kombibuchse. Kein USB-C ohne TB4, kein microSD, kein nativer Display-Ausgang.
Leistungsabgabe und Netzteil
Beide Docks laden den Host-Laptop mit nahezu identischer Leistung: 98 W beim TS4 , 96 W beim OWC . Für ein 16-Zoll MacBook Pro mit 140-W-MagSafe-Adapter ist das ausreichend für typische Büro- und Entwicklungsarbeit; bei CPU-Dauervolllast (z.B. langer Kompiliervorgang) kann der Akku leicht abnehmen, was in der Praxis kaum auffällt.
Die Netzteil-Dimensionierung unterscheidet sich erheblich: 230 W beim TS4 gegenüber 135 W beim OWC . Das größere TS4-Netzteil speist die höhere Port-Dichte und die 2,5-GbE-Komponente. Beide Modelle arbeiten passiv ohne Lüfter; der TS4 setzt auf einen passiven Kühlkörper, das OWC-Dock auf ein kompakteres Metallgehäuse.
Display-Ausgabe: was geht, was nicht
TS4: DisplayPort 1.4 nativ
Über den DisplayPort 1.4 des TS4 läuft ein einzelner Monitor mit bis zu 8K/30Hz oder bis zu 6K/60Hz (mit DSC 1.2) . Für ein typisches Dual-Monitor-Setup (zwei 4K/60Hz) nutzt man den DP-Port plus einen der TB4-Downstream-Ports mit einem entsprechenden TB4-zu-HDMI/DP-Kabel oder -Adapter.
OWC: nur über TB4-Downstream
Beim OWCTB4DOCK geht jeder Monitor-Anschluss über einen TB4-Downstream-Port . Laut OWC-Dokumentation sind dual 4K/60Hz und single 8K/60Hz möglich. Wer zwei 4K-Displays betreibt, belegt damit zwei der drei Downstream-Ports; für TB4-Geräte (externe SSD, NAS) bleibt dann noch ein einzelner TB4-Downstream-Port.
Ethernet: 2,5 GbE vs. 1 GbE
Der TS4 liefert 2,5-GbE-Ethernet , das OWC-Dock hat Gigabit-Ethernet (1 GbE) .
Für reine Browser- und Cloud-Arbeit ist der Unterschied irrelevant, da Breitband-Anschlüsse in DACH selten über 1 Gb/s liegen. Relevant wird er in zwei Szenarien:
- NAS-Anbindung im lokalen Netz: Wer ein NAS mit 2,5-GbE-Port (Synology DS423+, QNAP TS-464) betreibt, profitiert direkt vom 2,5-fach höheren lokalen Durchsatz des TS4. Sequenzieller Netzwerk-Transfer läuft dann an der NAS-Port-Grenze, nicht am Dock.
- Homelab oder VM-Host-Verbindung: Ähnliches gilt für 2,5-GbE-fähige Switches (z.B. Netgear GS305EP), die inzwischen unter 50 EUR erhältlich sind.
Für Office-only-Nutzung ist 1 GbE völlig ausreichend. Für Storage-intensive Workflows ist 2,5 GbE ein echtes Argument für den TS4.
Preis und Verbleib im TB5-Zeitalter
Aktuelle Preise (Mai 2026, DE)
Der TS4 ist ab ca. 450 EUR erhältlich (Galaxus, Amazon.de) . Das OWC-Dock beginnt bei ca. 240 EUR (Alternate, Amazon.de) . Der Preisunterschied von rund 210 EUR ist erheblich.
Thunderbolt-5-Kontext
Pros und Cons
CalDigit TS4 im Überblick
+ Dafür
- 18 Ports: größte Port-Dichte aller TB4-Docks
- Nativer DisplayPort 1.4: kein Adapter für zweiten Monitor nötig
- 2,5 GbE: erheblicher Vorteil für NAS- und Homelab-Setups
- Doppelter SD-Kartenleser (SD 4.0 + microSD 4.0) für UHS-II
- Passiver Betrieb: kein Lüfter, kein Betriebsgeräusch
- Heise-Fazit (Kurztest 2022): 'Non-Plus-Ultra bei Docks'
− Dagegen
- Preis: ab ca. 450 EUR, rund 210 EUR über dem OWC-Dock
- Weniger TB4-Downstream-Ports als OWC (2× vs. 3×); ausgeglichen durch 3× USB-C (non-TB) für USB4/USB-C-Geräte
- Großes 230-W-Netzteil, sperrig auf beengten Schreibtischen
- TS5/TS5+ verfügbar: TB4-Investment mit kürzerem Zeithorizont
OWC 11-Port Thunderbolt Dock im Überblick
+ Dafür
- Einstiegspreis rund 210 EUR unter dem TS4
- Drei TB4-Downstream-Ports: ein Port mehr als TS4 (2×), bei deutlich niedrigerem Preis
- Passiv gekühlt: lautloser Betrieb ohne Lüfter
- Kompakteres Netzteil (135 W) und kleineres Gehäuse
- Solide für Office-Setups ohne NAS-/Storage-Anforderungen
− Dagegen
- Kein nativer DP/HDMI: Adapter für jeden Monitor nötig
- Nur 1 GbE: kein 2,5 GbE für NAS-Anbindung
- Keine USB-C-Ports ohne TB4 (nur TB4 und USB-A)
- Kein microSD-Slot
- Lieferzeit 2–4 Werktage (kein sofortiger Versand überall)
Fazit: Wer kauft welchen?
Der CalDigit TS4 ist die richtige Wahl für Nutzer, die:
- regelmäßig einen direkten Monitor-Anschluss ohne Adapter brauchen,
- ein NAS oder 2,5-GbE-Switch im lokalen Netz betreiben,
- möglichst viele USB-C-Geräte gleichzeitig anschließen wollen, oder
- nach dem “einmal kaufen, nie wieder anfassen”-Prinzip einrichten.
Das OWC 11-Port Thunderbolt Dock passt besser für Nutzer, die:
- primär TB4-Displays (z.B. Apple Studio Display, LG UltraFine) über Downstream betreiben,
- drei TB4-Downstream-Ports für TB4-Geräte wie externe SSDs oder Daisy-Chain-Hubs nutzen,
- auf 2,5 GbE verzichten können, oder
- das Budget auf andere Hardware-Investitionen lenken wollen.
Wer aktuell ein TB4-Notebook besitzt und keine TB5-Umrüstung plant, kauft mit dem TS4 das ausgewogenere, zukunftssicherere Gerät. Das OWC-Dock ist kein schlechtes Produkt, aber seine Einschränkungen (kein DP, nur 1 GbE) sind bei vertiefter Nutzung spürbar.
Beide Produkte
CalDigit
Thunderbolt Station 4
ab ca. 450 EUR Stand Mai 2026, Amazon.de
- Ports gesamt
- 18
- Ethernet
- 2,5 GbE
- Display-Ausgang
- DisplayPort 1.4
- Power Delivery
- 98 W
OWC
11-Port Thunderbolt Dock
ab ca. 240 EUR Stand Mai 2026, Amazon.de
- Ports gesamt
- 11
- Ethernet
- 1 GbE
- Display-Ausgang
- nur via TB4-Adapter
- Power Delivery
- 96 W