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Docking-Stations

Thunderbolt 4 Docks 2026 im Vergleich

Sechs TB4-Docks im Vergleich 2026: Specs, DACH-Preise und Kaufempfehlung je Use-Case. Von CalDigit TS4 bis Plugable TBT4-UD5, mit klaren Stärken und Schwächen.

11 min Lesezeit Stand 10. Juni 2026

Ein TB4-Dock soll alle Peripherie mit einem Kabel an den Laptop binden: zwei Monitore, Ethernet, mehrere USB-Geräte, Kartenleser, alles gleichzeitig. Das Angebot ist 2026 unübersichtlich geworden, weil TB5-Modelle das Segment von oben unter Druck setzen, während Hersteller ihre Naming-Schemes neu sortieren. Dieser Roundup vergleicht sechs real in DACH erhältliche Kandidaten und liefert eine klare Empfehlung je Use-Case.

Schnellvergleich: Die besten TB4-Docks auf einen Blick

TB4-Docks im Vergleich (Preise ca., Amazon.de, Stand Mai 2026)
Merkmal
CalDigit
TS4
OWC
11-Port Thunderbolt Dock
Kensington
SD5700T
Anker
778 (12-in-1, TB4)
Plugable
TBT4-UD5
Lenovo
ThinkPad Universal TB4 Dock
Ports gesamt 18 11 11 12 13 12
Power Delivery 98 W 96 W 90 W 100 W 100 W 100 W
Ethernet 2,5 GbE 1 GbE 1 GbE 1 GbE 1 GbE 1 GbE
Video-Ausgänge 1× DP 1.4 + 2× TB4 nur über TB4-Downstream über 3× TB4-Downstream 1× HDMI 2.1 + 2× DP 2× HDMI + 1× TB4 2× DP 1.4 + 1× HDMI 2.1
TB4 Downstream
SD-Reader SD 4.0 + microSD (UHS-II) SD (312 MB/s) SD 4.0 (UHS-II) SD + microSD SD + microSD nein
Preis (ca.) ab 450 EUR ab 240 EUR ab 250 EUR ab 200 EUR ab 170 EUR ab 260 EUR
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CalDigit TS4: Referenz-Dock für maximale Ports

Port-Dichte und Konnektivität

Der CalDigit TS4 ist seit seinem Erscheinen die meistzitierte Empfehlung für anspruchsvolle Multi-Device-Setups, und das hat 2026 weiterhin Bestand. 18 Ports auf einem Gerät, darunter drei Thunderbolt-4-Ports (40 Gb/s), fünf USB-A-Ports mit je 10 Gb/s, drei USB-C-Ports mit 10 Gb/s sowie ein nativer DisplayPort-1.4-Ausgang, sind in dieser Kombination unerreicht im TB4-Segment.

Ethernet, SD-Reader und Power Delivery

Besonders relevant für NAS-Nutzer und Hybrid-Setups: 2,5-Gbit-Ethernet statt des bei den Konkurrenten üblichen 1-Gbit-Anschlusses. Wer eine 2,5-GbE-fähige Fritzbox oder einen NAS mit mehr als 1 Gbit angebunden hat, schöpft damit die volle LAN-Bandbreite aus. Der integrierte SD-4.0-Kartenleser (UHS-II) liest auch schnelle SD-Karten der V90-Klasse mit bis zu 312 MB/s.

Das 98-W-Power-Delivery-Budget reicht für ein 16-Zoll-MacBook-Pro im normalen Arbeitsbetrieb. Der natürliche Preis dafür: ein 230-W-Netzteil, das Platz auf dem Schreibtisch beansprucht, und ein Einstiegspreis um 450 EUR.

CalDigit TS4 im Überblick

+ Dafür

  • 18 Ports: größte Port-Dichte im TB4-Segment
  • 2,5 GbE: echter Vorteil gegenüber allen Mitbewerbern mit 1 GbE
  • Nativer DP 1.4: direkter Monitoranschluss ohne Adapter
  • SD 4.0 UHS-II: schnellster SD-Slot im Vergleich
  • Volle Kompatibilität mit allen Apple-Silicon-Generationen (M1 bis M4)

Dagegen

  • Höchster Preis im Vergleich (ab ca. 450 EUR)
  • Großes 230-W-Netzteil benötigt eigenen Platz
  • Kein USB-A mit Ladefunktion ohne Limit (nur 7,5 W auf einem Port)

Empfehlung: Mac-Nutzer mit M2 Pro oder höher, Linux-Workstations (Framework, System76), gemischte Mac-plus-PC-Setups mit Dual-Monitor und NAS. Für den tiefen Dive in den Vergleich TS4 vs. OWC: CalDigit TS4 vs OWC Thunderbolt Dock.

OWC 11-Port Thunderbolt Dock: Solide Alternative ohne nativen HDMI

Preis-Leistung und Einschränkungen

Das OWC 11-Port Thunderbolt Dock (OWCTB4DOCK) kostet rund 240 EUR und bietet damit einen erheblichen Preisabstand zum TS4. 96 W Power Delivery und zwei TB4-Downstream-Ports (plus einen Upstream-Anschluss zum Laptop) entsprechen dem, was das TS4 ebenfalls liefert, und für reine Windows-oder-Linux-Setups ohne SD-Karten-Anforderungen reicht das oft aus.

Das ist in der Praxis kein Blocker, wenn man ohnehin Thunderbolt-kompatible Monitore nutzt. Als Falle wird es, wenn man ein Dock für einen bestehenden HDMI-Monitor kauft und das OWC-Dok ohne Adapter-Budget einplant. Der SD-Kartenleser liest mit bis zu 312 MB/s; UHS-II-Karten werden zwar erkannt, die Geschwindigkeit ist identisch mit dem UHS-I-Maximum, was für V90-Karten einen Bottleneck darstellt.

OWC 11-Port Thunderbolt Dock im Überblick

+ Dafür

  • Rund 200 EUR günstiger als der CalDigit TS4
  • 96 W Power Delivery für aktuelle Laptops ausreichend
  • Kompaktes, hochwertiges Metallgehäuse
  • 2× TB4-Downstream für Displays oder High-Speed-Geräte

Dagegen

  • Kein nativer HDMI oder DisplayPort: Adapter erforderlich
  • Nur 1 GbE: kein Vorteil bei 2,5-GbE-fähiger Infrastruktur
  • Kein UHS-II-Maximaldurchsatz beim SD-Leser
  • Nicht sinnvoll für Nutzer mit ausschließlich HDMI-Monitoren ohne Adapter

Die Mittelfeld-Kandidaten: Kensington SD5700T, Anker 778 und Plugable TBT4-UD5

Kensington SD5700T

Der SD5700T ist einer der wenigen TB4-Docks mit drei Thunderbolt-4-Downstream-Ports, was bei TB4-zertifizierten Daisy-Chain-Setups oder beim Anschluss mehrerer TB4-Geräte ohne Hub Vorteile bietet. Das 90-W-PD-Budget ist das niedrigste im Vergleichsfeld und reicht für die meisten 14-Zoll-Laptops, bei einem 16-Zoll-MacBook-Pro unter Last kann es knapp werden.

Kensington SD5700T im Überblick

+ Dafür

  • 3× TB4-Downstream: meiste Daisy-Chain-Optionen im Vergleichsfeld
  • SD 4.0 UHS-II-Kartenleser auf TS4-Niveau
  • Solide Kompatibilität mit Mac und Windows
  • Gut verfügbar in DACH (Amazon.de, Galaxus)

Dagegen

  • Nur 1 GbE, obwohl der Preis nah an Konkurrenten mit 2,5 GbE liegt
  • 90 W PD: geringstes Power-Budget im Vergleich
  • Kein nativer HDMI/DP: Displays laufen über TB4-Ports
  • Preis-Leistungs-Ratio schwächer als TS4 (teurer) oder Plugable (günstiger)

Anker 778 (TB4, 12-in-1)

Der Anker 778 bringt ungewöhnlich viele native Video-Ausgänge für ein TB4-Dock: ein HDMI-2.1-Port und zwei DisplayPort-Ausgänge sind direkt anschließbar, ohne TB4-Adapter. Das macht ihn attraktiv für Windows- und Linux-Nutzer mit Monitoren ohne Thunderbolt-Eingang.

Anker 778 (TB4) im Überblick

+ Dafür

  • 100 W Power Delivery: höchste PD-Leistung im Vergleich (geteilt mit Plugable und Lenovo)
  • Native Video-Ausgänge: HDMI 2.1 + 2× DP direkt anschließbar
  • Günstiger Einstiegspreis ab ca. 200 EUR
  • 12 Ports für die meisten Arbeitsplatz-Setups ausreichend

Dagegen

  • Nicht kompatibel mit Standard-M1, M2, und neueren Mac-Modellen
  • Nur 1 GbE Ethernet
  • Anker-Naming-Chaos: 'Prime' bezeichnet nun das TB5-Modell, Kaufende verwechseln die Generationen
  • Nur 1× TB4-Downstream-Port

Plugable TBT4-UD5

Der Plugable TBT4-UD5 ist das günstigste Vollausstattungs-TB4-Dock im Vergleichsfeld. Für rund 170-200 EUR liefert er 13 Ports, 100 W Power Delivery und zwei native HDMI-Ausgänge für Dual-4K-Betrieb. XDA Developers und PCWorld zählen den TBT4-UD5 zu den besten TB4-Docks im Preissegment unter 200 USD.

Plugable TBT4-UD5 im Überblick

+ Dafür

  • Günstigster vollwertiger TB4-Dock im Vergleich (ab ca. 170 EUR)
  • 100 W Power Delivery
  • 2× native HDMI-Ausgänge für Dual-4K ohne Adapter
  • 13 Ports: SD + microSD-Kartenleser inklusive
  • Volle Mac- und Windows-Kompatibilität

Dagegen

  • Nur 1 GbE: gleiche Einschränkung wie alle Nicht-TS4-Kandidaten
  • Nur 1× TB4-Downstream-Port
  • Kein DisplayPort-Ausgang (nur HDMI); DP-Monitore brauchen HDMI-zu-DP-Adapter
  • Plugable ist in DACH weniger präsent als CalDigit oder Kensington

Dell WD22TB4 und Lenovo ThinkPad TB4: Wann Hersteller-Bundles Sinn machen

Dell und Lenovo liefern mit dem WD22TB4 und dem ThinkPad Universal Thunderbolt 4 Dock herstellereigene Lösungen, die auf die jeweiligen Laptop-Ökosysteme abgestimmt sind. Das Lenovo-Dock liefert 100 W Power Delivery, 2× DisplayPort 1.4 und 1× HDMI 2.1 sowie vier USB-3.1-Gen-2-Ports.

Lenovo ThinkPad Universal TB4 Dock im Überblick

Lenovo ThinkPad Universal TB4 Dock

+ Dafür

  • 100 W Power Delivery
  • Drei native Video-Ausgänge: 2× DP 1.4 + 1× HDMI 2.1
  • Tief in ThinkPad-Firmware integriert (vPro-Passthrough)

Dagegen

  • Kein SD-Kartenleser
  • Nur 1 GbE Ethernet
  • Schwächerer Wert als TS4 oder Plugable für Nicht-ThinkPad-Nutzer
  • Preispunkt ab ca. 260 EUR trotz weniger Ports als der TS4

TB4 vs. TB5 2026: Wann jetzt upgraden, wann noch warten?

TB5-Docks (CalDigit TS5+, Kensington SD5000T5, Anker Prime TB5) sind seit Frühjahr/Sommer 2025 in DACH erhältlich. Sie liefern bis zu 120 Gbit/s Bandbreite, was 8K-Displays bei 60 Hz oder zwei 4K-Displays bei 144 Hz ermöglicht. Der Einstiegspreis liegt bei rund 350 EUR, Topmodelle kosten bis 450 EUR.

Die Rechnung ist klar: TB5 macht genau dann Sinn, wenn der Laptop selbst TB5 spricht. 2026 sind das vorwiegend Laptops mit Intel Core Ultra 200H+ oder AMD Ryzen AI 300. Wer ein MacBook Pro M4, ein ThinkPad mit TB4 oder einen anderen aktuellen TB4-Laptop besitzt, zahlt für TB5 einen Aufpreis von 150-200 EUR ohne messbaren Vorteil im Alltag.

Wer noch unsicher ist, ob ein Thunderbolt-4-Dock oder ein einfacherer USB-C-Hub die richtige Wahl ist, findet die Entscheidungsgrundlagen im Überblick: USB-C vs. Thunderbolt 4 Dock: Was lohnt sich?.

Fazit: Klare Empfehlungen nach Use-Case

Für die meisten DACH-Knowledge-Worker bleibt der CalDigit TS4 das Dock ohne Kompromisse: 18 Ports, 2,5 GbE, nativer DP-Ausgang und volle Apple-Silicon-Kompatibilität. Wer den Preis nicht stemmen will oder keinen 2,5-GbE-Switch im Netz hat, findet im Plugable TBT4-UD5 den besten Wert unter 200 EUR.

Das OWC-Dock ist eine ernsthafte Alternative für Nutzer, die mit TB4-Monitoren oder Adaptern kein Problem haben und den Preisunterschied zum TS4 schätzen. Der Anker 778 bleibt für Windows- und Linux-Setups interessant, ist aber für Mac-Nutzer mit allen Modellen außer M1 Pro/Max explizit nicht empfohlen.

Dell- und Lenovo-Bundles kaufen nur, wer sie im eigenen Hersteller-Ökosystem bewusst einsetzen will.


Alle Kandidaten auf einen Blick

OWC

11-Port Thunderbolt Dock

ab 240 EUR Amazon.de, Stand Mai 2026

Ports
11
Power Delivery
96 W
Ethernet
1 GbE
Video
nur über TB4

Kensington

SD5700T

ab 250 EUR Amazon.de, Stand Mai 2026

Ports
11
Power Delivery
90 W
Ethernet
1 GbE
Video
3× TB4-Downstream
Beim Anbieter ansehen

Lenovo

ThinkPad Universal TB4 Dock

ab 260 EUR Amazon.de, Stand Mai 2026

Ports
12
Power Delivery
100 W
Ethernet
1 GbE
Video
2× DP + HDMI 2.1

Zum Vergleich: Dell WD22TB4 Erfahrungen und Einordnung

Häufige Fragen

Funktioniert der CalDigit TS4 mit einem MacBook Pro M4?
Ja. Der CalDigit TS4 ist mit allen Apple-Silicon-Generationen kompatibel, einschließlich M4 Pro und M4 Max. Bei M4 (Basis-Chip) gilt Apples Einschränkung auf einen externen Monitor, unabhängig vom verwendeten Dock.
Welcher TB4-Dock hat den besten Wert unter 200 Euro?
In diesem Preisbereich landet 2026 der Plugable TBT4-UD5 (ca. 170-200 EUR auf Amazon.de). Er bietet 13 Ports, 100W PD und zwei native HDMI-Ausgänge. Einschränkung: nur 1 GbE Ethernet, kein SD-Kartenleser der UHS-II-Klasse.
Sollte ich 2026 noch einen TB4-Dock kaufen oder auf TB5 warten?
Wer heute einen TB4-Laptop besitzt (MacBook Pro M3/M4, ThinkPad mit TB4, Dell XPS), fährt mit einem TB4-Dock wirtschaftlich besser. TB5-Docks starten bei ca. 350 EUR und liefern nur dann echten Mehrwert, wenn der Laptop selbst TB5 spricht. TB5-Laptops (Intel Core Ultra 200H+, AMD Ryzen AI 300) sind 2026 noch Nischenprodukte.
Ist der Anker 778 mit Apple Silicon kompatibel?
Teilweise. Laut Anker-FAQ ist der 778 kompatibel mit MacBook Pro M1 Pro und M1 Max, aber nicht mit dem Standard-M1-MacBook (13 Zoll) oder M2-Modellen. Für aktuelle M3- und M4-Macs gibt Anker keine offizielle Kompatibilitätsfreigabe. Mac-Nutzern empfiehlt sich der CalDigit TS4 oder der Kensington SD5700T.

Quellen

  1. caldigit.com/thunderbolt-station-4/
  2. kensington.com/p/products/device-docking-connectivity-products/laptop-do…